• „Um 17h ist da keiner mehr im Büro, nicht mal der Abteilungsleiter. Was haben die eigentlich für eine Arbeitsmoral?“
  • „Ich schreibe „Thank you for getting back to Mr. X” und zwei Wochen später erfahre ich, dass er sich danach nie bei Herrn X gemeldet hat.“
  • „Das ist doch völlig egal, ob das nun 2mm länger oder kürzer ist. Deswegen lässt man doch keinen Deal platzen!“
  • „Hier darf man ja noch nicht mal mit einem Kunden abends essen gehen, da werden einem schon Korruptionsabsichten vorgeworfen!“
  • „Ich habe keine Lust, mit jemandem erst 3 Tage lang um den heißen Brei rumzureden und ihn zu mir nach Hause einzuladen. Ich kenne den doch gar nicht! Geschäft ist Geschäft. Das bespricht man in Meetingräumen und nicht nach dem 5. Glas Wein!“

Ausländer sind seltsam. Denken die auch.

Gibt es ein richtig oder falsch im internationalen Dialog? Oder gilt immer die Maxime „when in Rome, do as the Romans do“? Aber wo ist Rom im internationalen Business?

Wenn Sie mit Kollegen aus anderen Ländern zu tun haben, fällt Ihnen erst auf, wie Sie selber sind. Dinge, die Sie als „normal“ betrachtet hatten, gelten auf einmal nur für Sie. Man muss erst die neuen Spielregeln verstehen lernen, um richtig mitspielen zu können. Aber noch viel wichtiger: Man muss sich selbst verstehen lernen, um andere zu verstehen. Erst wenn Sie die kulturelle Brille betrachten, die Sie benutzen, um von Handlungen auf Menschen zu schließen, können Sie lernen, diese Brille abzulegen. Und Handlungen als Handlungen zu erkennen, die erst einmal wertneutral sind. Und offen bleiben für neue Interpretationsmöglichkeiten.
Koubé und Partner, Business Coaching und Consulting